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Mit Hilfe von Kurzarbeit durch die Wirtschaftskrise?

Zur Vermeidung massenhafter Entlassungen hat die Bundesregierung das Mittel der Kurzarbeit in den letzten Monaten wesentlich ausgebaut.
Konnte ein Unternehmen bis Ende 2008 maximal sechs Monate Kurzarbeit beantragen ist es seit Verabschiedung des Konjunkturpakets II möglich bis zu maximal 18 Monate in Kurzarbeit zu bleiben. Im Rahmen der Verabschiedung des Konjunkturpaketes III wurde diese Frist nochmals um sechs Monate auf mittlerweile maximal 24 Monate erhöht.

Neu ist auch dass ein Unternehmen schon bei geringfügigem Umsatz- und somit Arbeitsausfall Kurzarbeitergeld beantragen kann:
Bis Ende 2008 musste mindestens ein Drittel der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein, um Kurzarbeitergeld beantragen zu können; seit 2009 ist diese Beschränkung aufgehoben.

Die grundsätzlichen Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld sind:

  • Der Betrieb muss mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter beschäftigen;
  • Der Arbeitsausfall muss erheblich sein, darf allerdings nach allgemeiner Einschätzung nur vorübergehend sein;
  • Der Urlaub für das laufende Jahr muss nicht anteilig aufgebraucht sein, sollte aber betriebsüblich aufgebraucht worden sein.

Weitergehende Informationen zum Kurzarbeitergeld  finden Sie hier....(PDF-Download)


Wie wird Kurzarbeitergeld im Bedarfsfall beantragt?
Überlegt sich eine Firma bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld zu beantragen, stellt sich natürlich die Frage wie funktioniert die Antragstellung und Auszahlung des Kurzarbeitergeldes:

  • Die Anzeige der Kurzarbeit bedarf der Schriftform, hierzu gibt es ein Formular für die Anzeige des Arbeitsausfalles;
  • Der Antrag muss bei der am Betriebssitz befindlichen Agentur für Arbeit eingereicht werden;
  • Die Anzeige muss spätestens am Letzten des Monats in welchem die Kurzarbeit begonnen hat bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden;
  • Nachdem der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld an die betroffenen Mitarbeiter ausbezahlt hat beantragt er bei der Agentur für Arbeit die Erstattung des verauslagten Betrages. Die Erstattung erfolgt in der Regel innerhalb von 15 Arbeitstagen

Ein verheirateter Arbeitnehmer mit einem Kind bezieht etwa 67% des ausgefallenen Nettogehaltes, ein kinderloser, lediger Arbeitnehmer mit Lohnsteuerklasse 1 bezieht etwa 60% des ausgefallenen Nettogehaltes als Kurzarbeitergeld.

Weitergehende Informationen zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes finden Sie in unserem aktuellen Leitfaden:  ...(PDF-Download)


Qualifikation während der Kurzarbeit
Erklärtes Ziel der jetzigen Bundesregierung ist die Förderung der Weiterbildung in den Betrieben. Entsprechend fördert die Agentur für Arbeit Qualifizierungsmaßnahmen während der Kurzarbeit und übernimmt für die Mitarbeiter welche Kug beziehen den gesamten SV-Beitrag für das Kurzarbeitergeld.

  • Förderfähig sind sowohl allgemeine Qualifizierungsmaßnahmen, als auch spezifische Weiterbildungsmaßnahmen;
  • Nicht förderfähig sind Qualifizierungen zu denen der Arbeitgeber vom Gesetzgeber verpflichtet ist (z.B. Maßnahmen zur Arbeitssicherheit). Ebenfalls nicht förderfähig sind solche Qualifizierungsmaßnahmen, die aus betrieblichen Gründen ohnehin erfolgen müssen ;
  • Maßnahmen die im eigenen Betrieb, durch eigenes Personal durchgeführt werden können ebenfalls gefördert werden. Hierbei wird vorausgesetzt, dass der Qualifizierungsbedarf im Rahmen eines Qualifizierungsplans plausibel dargelegt werden kann.

Welche Arbeitnehmer gefördert werden können, wie hoch die Förderung der einzelnen Qualifizierungsmaßnahmen maximal ist und was Sie bei der Beantragung der Fördergelder beachten müssen entnehmen Sie bitte unserem Leitfaden ab Seite 4:  Leitfaden Kurzarbeit

Gerne unterstützen wir Sie sowohl bei der Antragstellung für den Bezug von Kurzarbeitergeld und Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen als auch bei der monatlichen Berechnung des Kurzarbeitergeldes.



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